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Öffentliches WM-Viewing bei Adidas: Ein Geheimnis?

Adidas hält sich bezüglich des öffentlichen WM-Viewings bedeckt. Was bedeutet dies für die Marke und ihre Strategie während der WM?

Von Tobias Richter15. Juni 20261 Min Lesezeit
Aktueller Stand

Adidas hält sich bezüglich des öffentlichen WM-Viewings bedeckt. Was bedeutet dies für die Marke und ihre Strategie während der WM?

HANNOVER, 15. Juni 2026Eigener Bericht

In den letzten Jahren haben viele Unternehmen bei großen Sportereignissen wie der Fußball-Weltmeisterschaft öffentliche Viewing-Events organisiert, um ihre Marken zu fördern und ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Viele Menschen gehen davon aus, dass ein solches Ereignis für einen Sportartikelhersteller wie Adidas eine Selbstverständlichkeit ist. Doch die Realität könnte komplexer sein.

Ein anderer Blickwinkel auf Adidas' Strategie

Erstens könnte man argumentieren, dass Adidas bewusst auf öffentliche Viewing-Events verzichtet, um sich von seinen Mitbewerbern abzuheben. Während Konkurrenten wie Nike und Puma möglicherweise auf die Masse setzen und öffentliche Veranstaltungen veranstalten, könnte Adidas eine subtilere, strategischere Positionierung anstreben. Dies könnte darauf abzielen, die Exklusivität und das Premium-Image der Marke zu betonen, anstatt sich im großen Getümmel zu verlieren.

Zweitens könnte die Unsicherheit in Bezug auf die gesundheitlichen Maßnahmen, wie etwa mögliche Einschränkungen aufgrund von Pandemien, eine Rolle spielen. Adidas hat möglicherweise Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Wohlbefindens der Teilnehmer. Ein Event im Freien, auch wenn es viele Fans anzieht, birgt Risiken, die sich negativ auf das Markenimage auswirken könnten, sollte es zu Problemen kommen.

Ein drittes Argument könnte die Zielgruppenansprache sein. Adidas hat sich in den letzten Jahren zunehmend auf ein jüngeres, urbaneres Publikum konzentriert. Events, die sich stark auf eine breite Öffentlichkeit stützen, könnten nicht den gewünschten Bedarf dieser spezifischen Zielgruppe ansprechen. Stattdessen könnte die Marke alternative, gezieltere Ansätze in Betracht ziehen, die mehr auf exklusive Erlebnisse setzen, die sich an Communities und Influencer richten.

Es ist zu anerkennen, dass die konventionelle Sichtweise auf Adidas' mögliche Teilnahme an einem öffentlichen Viewing-Event einige gültige Punkte enthält. Die historische Verbindung des Unternehmens zum Sport und die damit einhergehende Fan-Identifikation sind unbestreitbar. Dennoch ist die Annahme, dass die Marke zwingend an solchen Events teilnehmen muss, um relevant zu bleiben, nicht ganz vollständig. Adidas' geplante Zurückhaltung könnte Teil einer überlegten Markenstrategie sein, die in einem sich schnell verändernden Markt innovativ bleibt.

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